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1920 AD., Germany, Weimar Republic, Nördlingen (town), Notgeld, collector series issue, 20 Pfennig, Grabowski/Mehl 978.4a-3/5. 5241 Obverse 
State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Nördlingen (town)
Location of issue: Nördlingen (town) (Bay / Bay) Stadt 
Date of issue: Neudruck von 1920, datiert 2.10.1918, gültig bis 3112.1919 
Value: 20 Pfennig
Size: 94 x 60 mm
Material: paper 
Watermark: -
Serial : -
Serial no. : 5241 (schwarz)
Signatures: ()
Printer: 
Obv.:  … , in der Mitte Wappen der Stadt Nördlingen: ein gekrönter und bewehrter Adler.
Rev.: … , in der Mitte Blick auf den Reißturm in Nördlingen.
References: Grabowski/Mehl 978.4a-3/5 .

Nördlingen ist eine Große Kreisstadt in Bayerisch-Schwaben und größte Stadt des Landkreises Donau-Ries. Einwohner ~13.500. Das erstmals 898 n. Chr. urkundlich erwähnte Nördlingen war von der Stadterhebung durch den Stauferkönig Friedrich II. bis zur Eingliederung ins Kurfürstentum Bayern im Zuge der Mediatisierung 1802 eine selbstständige Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich. Aufgrund seiner Lage an der Kreuzung zweier großer Handelsstraßen (Frankfurt/Würzburg–Augsburg und Nürnberg–Ulm) war Nördlingen vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit ein bedeutender Handelsplatz. Der durch die Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges und Verlagerung der Handelsrouten verursachte wirtschaftliche Bedeutungsverlust und Stillstand trugen zur weitgehenden Erhaltung des mittelalterlichen Stadtbildes bei und machten Nördlingen letztlich zu einem Ziel des Kulturtourismus. 
Der Reißturm in Nördlingen wurde 1644/45 vermutlich über einer Anlage von 1408 errichtet. Der Wehrturm mit der Adresse An der Reimlinger Mauer 37 ist ein geschütztes Baudenkmal. Der Reißturm, der als Teil der Stadtbefestigung erbaut wurde, ist ein dreigeschossiger Rundturm mit Geschützbrüstung und welscher Haube. Die Bezeichnung Rüßen Turm wird bereits 1430 erwähnt, sie geht auf den Maurer und Steinmetzen Hans Reiß zurück, der 1408 die Vorgängeranlage überwölbte. Der Turm diente als Streichwehr zwischen Reimlinger und Deininger Tor der in diesem Abschnitt noch zum großen Teil erhaltenen Zwingermauer. Unter Verwendung des Verbindungstraktes zur Stadtmauer wurde 1644/45 der Umbau zum Batterieturm durchgeführt. 

Die Stadt Nördlingen in Schwaben gab selbst verschiedene Notgeldausgaben aus. Zwischen 1917 und 1920 emittierte sie in jedem Jahr Gutscheine zu 50 Pfennig, 1918 auch Gutscheine zu 20 Pfennig. Die Scheine zeigen Wappen, Stadtansichten und nehmen Bezug zum Ersten Weltkrieg. So ist auf den 50-Pfennig-Scheinen von 1917 ein Porträt Paul von Hindenburgs (1847-1934) zu sehen, dazu ein Gedicht mit Durchhalteparolen. Die Ausgabe von 1918 ist eine Serie á 5x50 Pfennig und 5x20 Pfennig, auf den Vorderseiten ist immer das Wappen, auf den Rückseiten verschiedene Standansichten zu sehen. Auch die Ausgaben des Inflationsjahrs 1923 zeigen verschiedene Stadtansichten und ein Gedicht, das die Folgen der Inflation thematisiert. Die Stadt emittierte gemeinsam mit der Fürstlich Öttingen-Wallersteinischen Standesherrschaft wertbeständiges Notgeld zu 42 Goldpfennig bis 4,20 Goldmark. Sie zeigen das Wappen der Stadt und das Wappen der Fürsten von Öttingen-Wallerstein. Eine besondere Verwendung erfuhren die leeren Rückseiten dieser Ausgabe: Sie wurden für die Ausstellung der sogenannten Hockersteuer verwendet. Die Nacht- oder Hockersteuer ist erstmals aus Stuttgart bekannt, um in der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs der Stadt zusätzliche Einnahmen zu ermöglichen. In Wirtschaften mussten Gäste, die nach 23:00 Uhr noch im Lokal blieben, eine Steuer zahlen, für die sie eine Nachtsteuer-Marke als Quittung erhielten. Andere Städte wie Dinkelsbühl oder Nördlingen griffen diese Besteuerung auf, die 1924 jedoch wieder abgeschafft wurde. 

Schlüsselwörter: Germany Weimar Republic Nördlingen town Stadt Bayern Bavaria Notgeld collector series Pfennig paper arms eagle tower

1920 AD., Germany, Weimar Republic, Nördlingen (town), Notgeld, collector series issue, 20 Pfennig, Grabowski/Mehl 978.4a-3/5. 5241 Obverse

State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Nördlingen (town)
Location of issue: Nördlingen (town) (Bay / Bay) Stadt
Date of issue: Neudruck von 1920, datiert 2.10.1918, gültig bis 3112.1919
Value: 20 Pfennig
Size: 94 x 60 mm
Material: paper
Watermark: -
Serial : -
Serial no. : 5241 (schwarz)
Signatures: ()
Printer:
Obv.: … , in der Mitte Wappen der Stadt Nördlingen: ein gekrönter und bewehrter Adler.
Rev.: … , in der Mitte Blick auf den Reißturm in Nördlingen.
References: Grabowski/Mehl 978.4a-3/5 .

Nördlingen ist eine Große Kreisstadt in Bayerisch-Schwaben und größte Stadt des Landkreises Donau-Ries. Einwohner ~13.500. Das erstmals 898 n. Chr. urkundlich erwähnte Nördlingen war von der Stadterhebung durch den Stauferkönig Friedrich II. bis zur Eingliederung ins Kurfürstentum Bayern im Zuge der Mediatisierung 1802 eine selbstständige Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich. Aufgrund seiner Lage an der Kreuzung zweier großer Handelsstraßen (Frankfurt/Würzburg–Augsburg und Nürnberg–Ulm) war Nördlingen vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit ein bedeutender Handelsplatz. Der durch die Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges und Verlagerung der Handelsrouten verursachte wirtschaftliche Bedeutungsverlust und Stillstand trugen zur weitgehenden Erhaltung des mittelalterlichen Stadtbildes bei und machten Nördlingen letztlich zu einem Ziel des Kulturtourismus.
Der Reißturm in Nördlingen wurde 1644/45 vermutlich über einer Anlage von 1408 errichtet. Der Wehrturm mit der Adresse An der Reimlinger Mauer 37 ist ein geschütztes Baudenkmal. Der Reißturm, der als Teil der Stadtbefestigung erbaut wurde, ist ein dreigeschossiger Rundturm mit Geschützbrüstung und welscher Haube. Die Bezeichnung Rüßen Turm wird bereits 1430 erwähnt, sie geht auf den Maurer und Steinmetzen Hans Reiß zurück, der 1408 die Vorgängeranlage überwölbte. Der Turm diente als Streichwehr zwischen Reimlinger und Deininger Tor der in diesem Abschnitt noch zum großen Teil erhaltenen Zwingermauer. Unter Verwendung des Verbindungstraktes zur Stadtmauer wurde 1644/45 der Umbau zum Batterieturm durchgeführt.

Die Stadt Nördlingen in Schwaben gab selbst verschiedene Notgeldausgaben aus. Zwischen 1917 und 1920 emittierte sie in jedem Jahr Gutscheine zu 50 Pfennig, 1918 auch Gutscheine zu 20 Pfennig. Die Scheine zeigen Wappen, Stadtansichten und nehmen Bezug zum Ersten Weltkrieg. So ist auf den 50-Pfennig-Scheinen von 1917 ein Porträt Paul von Hindenburgs (1847-1934) zu sehen, dazu ein Gedicht mit Durchhalteparolen. Die Ausgabe von 1918 ist eine Serie á 5x50 Pfennig und 5x20 Pfennig, auf den Vorderseiten ist immer das Wappen, auf den Rückseiten verschiedene Standansichten zu sehen. Auch die Ausgaben des Inflationsjahrs 1923 zeigen verschiedene Stadtansichten und ein Gedicht, das die Folgen der Inflation thematisiert. Die Stadt emittierte gemeinsam mit der Fürstlich Öttingen-Wallersteinischen Standesherrschaft wertbeständiges Notgeld zu 42 Goldpfennig bis 4,20 Goldmark. Sie zeigen das Wappen der Stadt und das Wappen der Fürsten von Öttingen-Wallerstein. Eine besondere Verwendung erfuhren die leeren Rückseiten dieser Ausgabe: Sie wurden für die Ausstellung der sogenannten Hockersteuer verwendet. Die Nacht- oder Hockersteuer ist erstmals aus Stuttgart bekannt, um in der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs der Stadt zusätzliche Einnahmen zu ermöglichen. In Wirtschaften mussten Gäste, die nach 23:00 Uhr noch im Lokal blieben, eine Steuer zahlen, für die sie eine Nachtsteuer-Marke als Quittung erhielten. Andere Städte wie Dinkelsbühl oder Nördlingen griffen diese Besteuerung auf, die 1924 jedoch wieder abgeschafft wurde.

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Datei-Information
Dateiname:W-7-12-25-010vsst.jpg
Name des Albums:Arminius / Germany, Nördlingen
Schlüsselwörter:Germany / Weimar / Republic / Nördlingen / town / Stadt / Bayern / Bavaria / Notgeld / collector / series / Pfennig / paper / arms / eagle / tower
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