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1922 AD., Germany, Weimar Republic, Schweidnitz, Stadttheater, Notgeld, collector series issue, 50 Pfennig, Grabowski/Mehl 1210.1c 2/2. Reverse 
State: Germany, Weimar Republic 
Issuer: Schweidnitz, Stadttheater, Goswin Moosbauer (1885-1963) (100-jähriges Jübiläum)
Location of issue: Schweidnitz, Niederschlesien
Date of issue: (ohne Datum) gültig bis 1.5.1922
Value: 50 Pfennig
Size: 81 x 59 mm
Material: handmade paper 
Watermark: -
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: - (0)
Printer: Hugo Reisse, Schweidnitz ; designer: Eva Jacob 
Obv.: 1822 – 1922 / … , Jübiläums-Daten über Theatergebäude, Front-Seite. Mit Aufdruck „Als Zahlungsmittel ungültig!“.
Rev.: 50 / … , Harlekin, darunter Drucker und Zeichner. 
References: Grabowski/Mehl 1210.1c 2/2 .

?widnica (deutsch Schweidnitz, schlesisch Schweinz, tschechisch Svídnice) ist heute eine Stadt in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Sie ist zugleich Verwaltungssitz der Landgemeinde ?widnica und des Powiat ?widnicki. Von 1291 bis 1807 war Schweidnitz Residenzort des Herzogtums Schweidnitz. Die Stadt liegt in Niederschlesien, rund 50 Kilometer südwestlich von Breslau in einem fruchtbaren Tal zwischen dem Zobten- und dem Eulengebirge an der Schweidnitzer Weistritz. Einwohner: 52.874 (1. Jan. 2024). 
Der Name Schweidnitz (polnisch ?widnica) leitet sich wahrscheinlich vom slawischen Begriff für "Weide" (polnisch wierzba) oder einem Personennamen ab und weist auf die frühe Besiedlung einer weidenreichen Gegend hin, was in der Region Schlesien typisch ist, die seit jeher von slawischen Wurzeln geprägt wurde und später deutsche und andere Einflüsse erfuhr. 
Als Stadt ist Schweidnitz erstmals für das Jahr 1243 urkundlich belegt. Schweidnitz wurde als Rastort für Kauf- und Fuhrleute an der neu angelegten Straße entlang der Preseka errichtet. Zugleich übernahm es die militärischen Aufgaben der ehemaligen Kastellanei Gräditz, der u. a. der Schutz der durch das Schlesiertal nach Böhmen führenden Straße oblag. 
Im Jahr 1290 verfügte Schweidnitz über ein eigenes Münzrecht und eine Münzstätte. Schweidnitz gehörte zunächst zum Herzogtum Breslau und war ab 1290/91 neben dem Fürstenstein Sitz des eigenständigen Herzogtums Schweidnitz. 
Mit dem Vertrag von Trentschin lag auch Schweidnitz ab 1335 innerhalb der Grenzen des Heiligen Römischen Reichs. Zusammen mit dem Herzogtum fiel es nach dem Tod des Herzogs Bolko II. 1368 erbrechtlich an den römisch-deutschen und böhmischen König Wenzel, der ein Sohn der Herzogin Anna von Schweidnitz war. Allerdings verfügte Bolkos II. Witwe Agnes von Habsburg bis zu ihrem Tod 1392 über die Nutznießung des nunmehr böhmischen Erbfürstentums Schweidnitz-Jauer. Dieses wurde durch Landeshauptleute verwaltet und gelangte 1526 zusammen mit der Krone Böhmen an die Habsburger. Ab 1522 breitete sich die Reformation in Schweidnitz aus. Mit Ausnahme der Nikolaikirche wurden alle Kirchen den Evangelischen übergeben und sämtliche Klöster aufgelöst. Der wirtschaftlichen Bedeutung nach stand Schweidnitz um 1550 unter den schlesischen Städten an zweiter Stelle hinter Breslau und war mit 5000 Einwohnern fast so groß wie dieses. 1580 gewährte Kaiser Rudolf II. in seiner Eigenschaft als König von Böhmen der Stadt Schweidnitz das Privileg der freien Ratswahl. Zu einem Niedergang des Wohlstands kam es im Dreißigjährigen Krieg. 1629–1654 musste die Stadt für die Verpflegung der einquartierten Soldaten mehr als 370.000 Taler ausgeben. 1642 wurde die Stadt von den Schweden unter Lennart Torstensson erobert. Von den 1300 Häusern sollen nach dem Krieg nur 118 unversehrt gewesen und nur noch 200 Einwohner übrig geblieben sein. Dadurch ging die wirtschaftliche Bedeutung verloren, dennoch blieb Schweidnitz im 17. Jahrhundert als Münzstätte erhalten. Durch die ab 1622/24 gezielt verfolgte Rekatholisierung konnten die Ordensangehörigen der Dominikaner und der Franziskaner nach Schweidnitz zurückkehren. 1664 errichteten die Jesuiten ein Kollegiatstift neben der Stadtpfarrkirche, die ihnen 1637 übergeben worden war. 
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg (1740–1742) fiel Schweidnitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Nachfolgend ließ König Friedrich II. die Stadt zu einer Festung ausbauen. Trotzdem wurde es im Siebenjährigen Krieg von den Österreichern mehrmals erobert. Der österreichische General Franz Guasco ergab sich am 9. Oktober d. J. Danach fiel Schweidnitz endgültig an Preußen. Im Vierten Koalitionskrieg ergab sich am 16. Februar 1807 die Festung Schweidnitz den Franzosen. 
Nach der Neugliederung Preußens gehörte Schweidnitz seit 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1816 Sitz des Landkreises Schweidnitz. 1844 erhielt Schweidnitz mit der Nebenstrecke nach Königszelt Anschluss an die Bahnstrecke Breslau–Waldenburg. Nachfolgend erfolgte eine Industrialisierung der Stadt. Es entstanden Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Rundfunkindustrie und Möbel- und Spielzeugfabriken. 
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden etwa zwei Drittel der Einwohner ins nahe Gebirge und das Sudetenland evakuiert. Am 8. Mai 1945 besetzte die Rote Armee das kaum zerstörte Schweidnitz und plünderte es mehrere Tage, verbunden mit Vergewaltigungen und Brandstiftungen und ersten Vertreibungen. Unter dem sowjetischen Militärkommandanten etablierte sich neben der deutschen Stadtverwaltung ab dem 17. Mai eine Verwaltung der Volksrepublik Polen unter Felix Olczyk, die im Juli nach Auflösung der sowjetischen Kommandantur die Stadt übernahm. Schweidnitz erhielt den polnischen Namen ?widnica. In den Jahren 1945 bis 1947 erfuhr die bis dahin deutsch besiedelte Stadt durch die Vertreibung der Einheimischen und die Zuwanderung von Polen stufenweise einen völligen Bevölkerungsaustausch. 

Als Goswin Moosbauer 1937 als Direktor des Most-Theaters in ?eské Bud?jovice in Erscheinung trat, galt er als sozialdemokratischer Emigrant. Aus diesem Grund beantragte er beim Präsidialamt der Republik, das damals die Nationalsozialisten (genauer gesagt die Sudetendeutsche Partei als deren verlängerten Arm) finanziell unterstützte, eine Förderung für die Theater im noch nicht eisfreien Land. Bis 1933 leitete er ein Theater in Freiberg, Sachsen, und während des Ersten Weltkriegs arbeitete er in der damals deutschen Stadt Schweidnitz (heute ?widnica in Polen). Anschließend leitete er ein Kurtheater im Kurort Kudowa (heute Kudowa Zdrój in Polen) und war bis 1927 sogar in Tilsit (heute Sov?tsk in Russland) tätig. Um ein „Tourneedefizit“ in ?eské Bud?jovice zu verhindern (schon vor dem 15. März 1939), musste der Hersteller Westen (auch separat in der Kohoutí k?íž erwähnt) zu Vorauszahlungen aufrufen. Denn angesichts des dezidiert antijüdischen Charakters der deutschen politischen Führung waren jüdische Besucherzahlen, die zuvor einen bedeutenden Anteil der Besucher der deutschen Spielzeit ausmachten, kaum zu erwarten, wie die Jiho?eské listy am 25. Januar 1939 berichtete. Das nationalsozialistische Theaterfest im neuen Protektorat ?eské Bud?jovice war es allemal wert. Trotz Moosbauers Bemühungen, die neuen Protektoratsbehörden zufriedenzustellen, verfolgten diese mit dem deutschen Theater in ?eské Bud?jovice weitreichendere Pläne. Mit Hilfe des Linzer Theaters im inzwischen aufgelösten Österreich nahm das Deutsche Stadttheater 1940 seinen Betrieb auf, und wir finden Moosbauer wieder im Reich Most (er soll dort mit einer verstärkten Truppe Opern von Wagner, Mozart, Weber, Verdi und Puccini aufgeführt haben), in Chomutov und auch in Mariánské Lázn? (Marienbad), wo er und die Most-Truppe die Theatersaison 1943 mit Herbert Reinekers (1914-2007) Einakter „Das Dorf bei Odessa“ mit antisowjetischem Unterton eröffneten. Nach dem Krieg leitete der unermüdliche Theatermann, dessen früheres Engagement in ?eské Bud?jovice nicht ohne Gastauftritte blieb, beispielsweise in ?eský Krumlov (1937 und 1938 Operettenproduktionen von Lehars „Das Land des Lächelns“ oder Zellers „Der Obersteiger“ – Carl Zeller ist auch auf der Website des Hahnenkreuzes vertreten), im oberbayerischen Dorf Marquartstein die „Sudetendeutsche Mysterienbühne“. Dort starb er am 20. April 1963 im Alter von 78 Jahren und ist dort begraben. Der Nachruf erwähnt auch Moosbauers Tätigkeit als Theaterregisseur in Cheb (Eger), und die Worte des Vertreters des Sudetendeutschen Exilantenverbandes in Österreich, Ottomar Riedl, im Namen des Bundes der Egerländer Gmoin, wurden am Grab vernommen. Ich würde das alles zusammen nicht als „Land des Lächelns“ bezeichnen. Ähnlich wie damals, als vor der Aufführung von Lehárs gleichnamiger Operette im November 2015 im Theater ?eské Bud?jovice (auf der Bühne des Kulturhauses Metropol) eine Schweigeminute zum Gedenken an den aktuellen Terroranschlag in Paris abgehalten wurde.


Schlüsselwörter: Germany Weimar Republic Schweidnitz Stadttheater Goswin Moosbauer Niederschlesien Swidnica Poland Notgeld collector series Pfennig handmade paper building Hugo Reisse Eva Jacob theatre harlequin

1922 AD., Germany, Weimar Republic, Schweidnitz, Stadttheater, Notgeld, collector series issue, 50 Pfennig, Grabowski/Mehl 1210.1c 2/2. Reverse

State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Schweidnitz, Stadttheater, Goswin Moosbauer (1885-1963) (100-jähriges Jübiläum)
Location of issue: Schweidnitz, Niederschlesien
Date of issue: (ohne Datum) gültig bis 1.5.1922
Value: 50 Pfennig
Size: 81 x 59 mm
Material: handmade paper
Watermark: -
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: - (0)
Printer: Hugo Reisse, Schweidnitz ; designer: Eva Jacob
Obv.: 1822 – 1922 / … , Jübiläums-Daten über Theatergebäude, Front-Seite. Mit Aufdruck „Als Zahlungsmittel ungültig!“.
Rev.: 50 / … , Harlekin, darunter Drucker und Zeichner.
References: Grabowski/Mehl 1210.1c 2/2 .

?widnica (deutsch Schweidnitz, schlesisch Schweinz, tschechisch Svídnice) ist heute eine Stadt in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Sie ist zugleich Verwaltungssitz der Landgemeinde ?widnica und des Powiat ?widnicki. Von 1291 bis 1807 war Schweidnitz Residenzort des Herzogtums Schweidnitz. Die Stadt liegt in Niederschlesien, rund 50 Kilometer südwestlich von Breslau in einem fruchtbaren Tal zwischen dem Zobten- und dem Eulengebirge an der Schweidnitzer Weistritz. Einwohner: 52.874 (1. Jan. 2024).
Der Name Schweidnitz (polnisch ?widnica) leitet sich wahrscheinlich vom slawischen Begriff für "Weide" (polnisch wierzba) oder einem Personennamen ab und weist auf die frühe Besiedlung einer weidenreichen Gegend hin, was in der Region Schlesien typisch ist, die seit jeher von slawischen Wurzeln geprägt wurde und später deutsche und andere Einflüsse erfuhr.
Als Stadt ist Schweidnitz erstmals für das Jahr 1243 urkundlich belegt. Schweidnitz wurde als Rastort für Kauf- und Fuhrleute an der neu angelegten Straße entlang der Preseka errichtet. Zugleich übernahm es die militärischen Aufgaben der ehemaligen Kastellanei Gräditz, der u. a. der Schutz der durch das Schlesiertal nach Böhmen führenden Straße oblag.
Im Jahr 1290 verfügte Schweidnitz über ein eigenes Münzrecht und eine Münzstätte. Schweidnitz gehörte zunächst zum Herzogtum Breslau und war ab 1290/91 neben dem Fürstenstein Sitz des eigenständigen Herzogtums Schweidnitz.
Mit dem Vertrag von Trentschin lag auch Schweidnitz ab 1335 innerhalb der Grenzen des Heiligen Römischen Reichs. Zusammen mit dem Herzogtum fiel es nach dem Tod des Herzogs Bolko II. 1368 erbrechtlich an den römisch-deutschen und böhmischen König Wenzel, der ein Sohn der Herzogin Anna von Schweidnitz war. Allerdings verfügte Bolkos II. Witwe Agnes von Habsburg bis zu ihrem Tod 1392 über die Nutznießung des nunmehr böhmischen Erbfürstentums Schweidnitz-Jauer. Dieses wurde durch Landeshauptleute verwaltet und gelangte 1526 zusammen mit der Krone Böhmen an die Habsburger. Ab 1522 breitete sich die Reformation in Schweidnitz aus. Mit Ausnahme der Nikolaikirche wurden alle Kirchen den Evangelischen übergeben und sämtliche Klöster aufgelöst. Der wirtschaftlichen Bedeutung nach stand Schweidnitz um 1550 unter den schlesischen Städten an zweiter Stelle hinter Breslau und war mit 5000 Einwohnern fast so groß wie dieses. 1580 gewährte Kaiser Rudolf II. in seiner Eigenschaft als König von Böhmen der Stadt Schweidnitz das Privileg der freien Ratswahl. Zu einem Niedergang des Wohlstands kam es im Dreißigjährigen Krieg. 1629–1654 musste die Stadt für die Verpflegung der einquartierten Soldaten mehr als 370.000 Taler ausgeben. 1642 wurde die Stadt von den Schweden unter Lennart Torstensson erobert. Von den 1300 Häusern sollen nach dem Krieg nur 118 unversehrt gewesen und nur noch 200 Einwohner übrig geblieben sein. Dadurch ging die wirtschaftliche Bedeutung verloren, dennoch blieb Schweidnitz im 17. Jahrhundert als Münzstätte erhalten. Durch die ab 1622/24 gezielt verfolgte Rekatholisierung konnten die Ordensangehörigen der Dominikaner und der Franziskaner nach Schweidnitz zurückkehren. 1664 errichteten die Jesuiten ein Kollegiatstift neben der Stadtpfarrkirche, die ihnen 1637 übergeben worden war.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg (1740–1742) fiel Schweidnitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Nachfolgend ließ König Friedrich II. die Stadt zu einer Festung ausbauen. Trotzdem wurde es im Siebenjährigen Krieg von den Österreichern mehrmals erobert. Der österreichische General Franz Guasco ergab sich am 9. Oktober d. J. Danach fiel Schweidnitz endgültig an Preußen. Im Vierten Koalitionskrieg ergab sich am 16. Februar 1807 die Festung Schweidnitz den Franzosen.
Nach der Neugliederung Preußens gehörte Schweidnitz seit 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1816 Sitz des Landkreises Schweidnitz. 1844 erhielt Schweidnitz mit der Nebenstrecke nach Königszelt Anschluss an die Bahnstrecke Breslau–Waldenburg. Nachfolgend erfolgte eine Industrialisierung der Stadt. Es entstanden Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Rundfunkindustrie und Möbel- und Spielzeugfabriken.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden etwa zwei Drittel der Einwohner ins nahe Gebirge und das Sudetenland evakuiert. Am 8. Mai 1945 besetzte die Rote Armee das kaum zerstörte Schweidnitz und plünderte es mehrere Tage, verbunden mit Vergewaltigungen und Brandstiftungen und ersten Vertreibungen. Unter dem sowjetischen Militärkommandanten etablierte sich neben der deutschen Stadtverwaltung ab dem 17. Mai eine Verwaltung der Volksrepublik Polen unter Felix Olczyk, die im Juli nach Auflösung der sowjetischen Kommandantur die Stadt übernahm. Schweidnitz erhielt den polnischen Namen ?widnica. In den Jahren 1945 bis 1947 erfuhr die bis dahin deutsch besiedelte Stadt durch die Vertreibung der Einheimischen und die Zuwanderung von Polen stufenweise einen völligen Bevölkerungsaustausch.

Als Goswin Moosbauer 1937 als Direktor des Most-Theaters in ?eské Bud?jovice in Erscheinung trat, galt er als sozialdemokratischer Emigrant. Aus diesem Grund beantragte er beim Präsidialamt der Republik, das damals die Nationalsozialisten (genauer gesagt die Sudetendeutsche Partei als deren verlängerten Arm) finanziell unterstützte, eine Förderung für die Theater im noch nicht eisfreien Land. Bis 1933 leitete er ein Theater in Freiberg, Sachsen, und während des Ersten Weltkriegs arbeitete er in der damals deutschen Stadt Schweidnitz (heute ?widnica in Polen). Anschließend leitete er ein Kurtheater im Kurort Kudowa (heute Kudowa Zdrój in Polen) und war bis 1927 sogar in Tilsit (heute Sov?tsk in Russland) tätig. Um ein „Tourneedefizit“ in ?eské Bud?jovice zu verhindern (schon vor dem 15. März 1939), musste der Hersteller Westen (auch separat in der Kohoutí k?íž erwähnt) zu Vorauszahlungen aufrufen. Denn angesichts des dezidiert antijüdischen Charakters der deutschen politischen Führung waren jüdische Besucherzahlen, die zuvor einen bedeutenden Anteil der Besucher der deutschen Spielzeit ausmachten, kaum zu erwarten, wie die Jiho?eské listy am 25. Januar 1939 berichtete. Das nationalsozialistische Theaterfest im neuen Protektorat ?eské Bud?jovice war es allemal wert. Trotz Moosbauers Bemühungen, die neuen Protektoratsbehörden zufriedenzustellen, verfolgten diese mit dem deutschen Theater in ?eské Bud?jovice weitreichendere Pläne. Mit Hilfe des Linzer Theaters im inzwischen aufgelösten Österreich nahm das Deutsche Stadttheater 1940 seinen Betrieb auf, und wir finden Moosbauer wieder im Reich Most (er soll dort mit einer verstärkten Truppe Opern von Wagner, Mozart, Weber, Verdi und Puccini aufgeführt haben), in Chomutov und auch in Mariánské Lázn? (Marienbad), wo er und die Most-Truppe die Theatersaison 1943 mit Herbert Reinekers (1914-2007) Einakter „Das Dorf bei Odessa“ mit antisowjetischem Unterton eröffneten. Nach dem Krieg leitete der unermüdliche Theatermann, dessen früheres Engagement in ?eské Bud?jovice nicht ohne Gastauftritte blieb, beispielsweise in ?eský Krumlov (1937 und 1938 Operettenproduktionen von Lehars „Das Land des Lächelns“ oder Zellers „Der Obersteiger“ – Carl Zeller ist auch auf der Website des Hahnenkreuzes vertreten), im oberbayerischen Dorf Marquartstein die „Sudetendeutsche Mysterienbühne“. Dort starb er am 20. April 1963 im Alter von 78 Jahren und ist dort begraben. Der Nachruf erwähnt auch Moosbauers Tätigkeit als Theaterregisseur in Cheb (Eger), und die Worte des Vertreters des Sudetendeutschen Exilantenverbandes in Österreich, Ottomar Riedl, im Namen des Bundes der Egerländer Gmoin, wurden am Grab vernommen. Ich würde das alles zusammen nicht als „Land des Lächelns“ bezeichnen. Ähnlich wie damals, als vor der Aufführung von Lehárs gleichnamiger Operette im November 2015 im Theater ?eské Bud?jovice (auf der Bühne des Kulturhauses Metropol) eine Schweigeminute zum Gedenken an den aktuellen Terroranschlag in Paris abgehalten wurde.

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Schlüsselwörter:Germany / Weimar / Republic / Schweidnitz / Stadttheater / Goswin / Moosbauer / Niederschlesien / Swidnica / Poland / Notgeld / collector / series / Pfennig / handmade / paper / building / Hugo / Reisse / Eva / Jacob / theatre / harlequin
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