State: Germany, 2nd Empire
Issuer: Cosel (Oberschlesien) Vorschuss-Verein
Location of issue: Cosel (Oberschlesien)
Date of issue: 1917, gültig bis 30.6.1919
Value: 50 Pfennig
Size: 79 x 50 mm
Material: paper
Watermark: Tropfen
Serial : -
Serial no. : 120376
Signatures: (3)
Printer: Gebrüder Böhm, Kattowitz
Obv.: Fünfzig Pfennige / … , rotbrauner Text und Unterschriften. Graue Wertzahl.
Rev.: No. … , schwarzer Text und Seriennummer, blauer Rundstempel des Vorschuss-Vereins.
References: Tieste 1205.10.30 .
Ko?le (deutsch Cosel, auch Kosel) ist heute ein Stadtteil von K?dzierzyn-Ko?le im Powiat K?dzierzy?sko-Kozielski der Woiwodschaft Opole in Polen. Die zuvor eigenständige Stadt verschmolz 1975 mit den am rechten Oderufer und der Klodnitz gelegenen Industriestädten K?dzierzyn, K?odnica und S?awi?cice zu einer Stadt mit dem Namen K?dzierzyn-Ko?le. Einwohner: 14.780 (2005).
Die erste urkundliche Erwähnung der sicher älteren Grenzburg Cosel datiert auf das Jahr 1104, als es einem mährischen Heer unter Führung des Olmützer Fürsten Svatopluk II. nicht gelang, die piastische Burg Cosel einzunehmen. Von 1286 bis 1492 war Cosel Sitz des Herzogtums Cosel.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Cosel eine evangelische Kirche, eine katholische Kirche, eine Synagoge, ein altes Schloss, ein Progymnasium, eine Oberförsterei, ein Landgestüt, einen Hafen, eine Zellulosefabrik (Feldmühle, 1200 Werktätige), Sägewerke, Getreidemühlen, eine Mälzerei, eine Petroleum-Raffinerie, Ziegeleien, bedeutende Schifffahrt und war Sitz des Amtsgerichts Cosel.
Am 20. März 1921 wurde die Volksabstimmung in Oberschlesien durchgeführt. Im Kreis Kosel, der zu knapp 77 % polnischsprachige Einwohner hatte, stimmten 75 % für Deutschland und 25 % für Polen. Vom 4. bis zum 6. Juni 1921 kam es im Rahmen des Dritten Schlesischen Aufstandes zu den „Umgehungskämpfen Slawentzitz-Cosel“ der Gruppe Süd des Selbstschutz Oberschlesien unter Generalleutnant a. D. Bernhard von Hülsen.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Cosel 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es in Ko?le umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht schon vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Der Name der Stadt Cosel (heute polnisches Ko?le, ein Stadtteil von K?dzierzyn-Ko?le) in Oberschlesien leitet sich wahrscheinlich vom altslawischen Personennamen Kozel oder dem Wort koza (Ziege) ab. Es handelt sich um eine altpolnische Ortsbezeichnung, die auf eine Siedlung zurückgeht, die "Ort der Ziegen" oder "Siedlung des Kozel" bedeutet.