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1921 AD., Germany, Weimar Republic, Jüterbog (town), Notgeld, collector series issue, 70 Pfennig, Grabowski/Mehl 663.1-4/6. Obverse 
State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Jüterbog (Stadt)
Location of issue: Jüterbog (town) (Brandenburg / Brandenburg) Stadt
Date of issue: end of 1921, dated 1.10.1920 AD.,
Value: 70 Pfennig
Size: 101 x 64 mm
Material: paper
Watermark: Verschlungene Quadrate
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: (2)
Printer:
Obv.: .… , der Schmied von Jüterbog und der Teufel im Sack.
Rev.: …. , Dammtortürme, Stadtmauer und Gesamtansicht von Jüterbog.
References: Grabowski/Mehl 663.1-4/6 . 

Jüterbog ist eine Kleinstadt im Landkreis Teltow-Fläming im Bundesland Brandenburg. Der Name hat eine ganze Reihe von Deutungen erfahren. Die Diskussion darüber ist letztlich immer noch nicht abgeschlossen. 
Der Name der brandenburgischen Stadt Jüterbog leitet sich sehr wahrscheinlich vom altslawischen Begriff Jutrobog ab, was sich aus den Wörtern jutro (Morgen) und bog (Gott) zusammensetzt und als „Morgengott“ übersetzt werden kann. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt im Jahr 1007 als Iutriboc. Historiker gehen davon aus, dass der Name auf eine altslawische Kultstätte zurückgeht, die einst zu Ehren eines Gottes der Morgendämmerung errichtet wurde. 
Im Volksmund kursiert eine bekannte Sage, wonach die Ratsherren gelobt haben sollen, die Stadt nach demjenigen zu benennen, der am nächsten Morgen als Erstes die Stadtgrenze passiert. Dies war angeblich eine ältere Frau namens Jutte mit ihrem Ziegenbock, woraus sich der Name Juttabock bzw. Jüterbog entwickelt haben soll. Letzteres wird von der Forschung jedoch als Mythos abgetan. 
Im Jahr 1007 erwähnte erstmals Thietmar von Merseburg, der Chronist des Erzbischofes Tagino von Magdeburg, die dörfliche Siedlung mit Burgwall als „Jutriboc“. Anderthalb Jahrhunderte nach Thietmars Chronik eroberte der Magdeburger Erzbischof Wichmann den Ort (1157) und wandelte ihn in einen deutschen Burgward um, der Zentrum einer stiftsmagdeburgischen Exklave zwischen der Mark Brandenburg (Askanier) und dem Herzogtum Sachsen-Wittenberg (Askanier) war. Die Exklave entwickelte sich schnell zu einem besonders geförderten Fernhandelszentrum. So erhielt der Ort 1174 das Stadtrecht, das zweitälteste des heutigen Landes Brandenburg. Nach dem Stadtbrand 1478 wurde der Wiederaufbau durch die Magdeburger Erzbischöfe gefördert. Jedoch forderte die Pest in den Jahren 1637 und 1639 sowie eine damit einhergehende Hungersnot erhebliche Opfer. Die Anzahl der Einwohner sank von 4.000 auf rund 300. Von 1517 an ist nachgewiesen, dass der Ablassprediger Johann Tetzel im Auftrag des Erzbischofs von Mainz an mehreren mitteldeutschen Orten auftrat, darunter in Jüterbog. Dies war ein Anlass, der zu Martin Luthers 95 Thesen führte und damit zur Reformation. Während des Dreißigjährigen Kriegs kam Jüterbog 1635 durch den Prager Frieden an Kursachsen. Am 21. November 1644 besiegten in der Schlacht bei Jüterbog die Schweden unter Lennart Torstensson die Kaiserlichen unter Matthias Gallas, die den Dänen zu Hilfe kommen wollten. Die kaiserliche Armee löste sich dabei faktisch auf. Nach Ende des Dreißigjährigen Kriegs 1648 lag Jüterbog wie viele andere Städte darnieder und hatte seine alte Bedeutung endgültig eingebüßt. Von 1820 bis 1874 hatte sich die Einwohnerzahl auf etwa 6800 verdoppelt. 
Wappen: Blasonierung: „In von Silber und Rot geteiltem Schild ein springender schwarzer Bock mit goldenen Hörnern und Klauen.“
Wappenbegründung: Das Wappen von Jüterbog veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach. Ursprünglich war das Wappentier ein schreitender Bock mit weiteren Figuren im Wappen, bis ab dem 15. Jahrhundert der springende Bock geführt wurde. Er gelangte offenbar aus dem Bestreben in das Wappen, einen Teil des Stadtnamens als Symbol zu wählen, worum sich die Sage von Jutta und ihrem Bock rankt. Doch hat der Name Jüterbogs nichts mit einem Bock zu tun, vielmehr enthält er die slawischen Wörter bog „Gott“ und jutre „Morgenröte“. 

Der Schmied zu Jüterbog 
In Jüterbog lebte einmal ein tüchtiger Schmied. Eines Abends kam
ganz spät ein Mann zu ihm und bat um ein Nachtlager.
Der Schmied war zu allen Menschen freundlich und stets hilfsbereit. Er
nahm den Fremden gern auf und bewirtete ihn gut.
Am nächsten Morgen reiste der Gast weiter. Er dankte dem Schmied
herzlich und sagte zu ihm: „Du hast mir ein Nachtlager gegeben und
mich gut bewirtet. Zum Dank will ich dir drei Bitten erfüllen. Welche
Wünsche hast du?“
Der Schmied überlegte nicht lange und sagte dann seine drei Wün-
sche: „Erstens: Mein Stuhl am Ofen soll jeden unfreundlichen Gast so
lange festhalten, bis ich selbst ihn loslasse. Zweitens: Mein Apfelbaum
im Garten soll keinen herunterlassen, der hinaufklettert. Drittens: Aus
meinem Kohlensack soll keiner herauskommen, wenn ich ihn nicht be-
freie.“
„Diese drei Wünsche will ich dir gerne erfüllen“, sagte der fremde
Mann und ging fort.
Bald darauf kam der Tod und wollte den Schmied holen, aber der
Schmied wollte noch nicht sterben. Er sagte zu dem Tod: „Du bist müde
von der langen Reise. Setz dich noch ein wenig auf meinen Stuhl am
Ofen und erhole dich!“
Der Tod setzte sich hin, aber dann konnte er nicht mehr aufstehen.
Der Stuhl hielt ihn fest. Nun bat der Tod den Schmied: „Bitte, befreie
mich!“ „Gut“, sagte der Schmied. „Wenn ich noch zehn Jahre am Leben
bleiben darf, dann will ich dich freilassen.“ Der Tod war einverstanden.
Darauf befreite ihn der Schmied und der Tod ging davon.
Als zehn Jahre vorüber waren, kam der Tod wieder. Er wollte den
Schmied holen. Da sagte der Schmied zum Tod: „Steige doch bitte auf
den Apfelbaum und hole ein paar Äpfel für die lange Reise!“ Der Tod
kletterte auf den Baum und - saß wieder fest. Der Baum ließ ihn nicht
los. Nun rief der Schmied seine Gesellen. Diese schlugen den Tod mit
eisernen Stangen so sehr, dass er vor Schmerz laut schrie. Er bettelte:
„Lass mich bitte, bitte frei! Ich will auch niemals wieder zu dir kommen.“
Der Schmied freute sich, dass er nun ewig leben durfte. Er ließ den
Tod vom Baum herabkommen. Der Tod schlich langsam fort. Die
Schmiedegesellen hatten ihn so sehr verprügelt, dass er kaum gehen
konnte.
Da traf er unterwegs den Teufel. Der Teufel lachte über den Tod, weil
der Schmied ihn zweimal mit List getäuscht hatte. „Lass mich nur ma-
chen“, sagte er, „ich werde den Schmied holen.“
Nun ging der Teufel nach Jüterbog. Er bat den Schmied um ein Nacht-
lager. Der Schmied sagte: „Ich kann leider die Tür nicht mehr öffnen.
Wenn du aber durch das Schlüsselloch hereinkommen kannst, dann will
ich dir ein Nachtlager geben.“
Das war leicht für den Teufel. Sofort huschte er durch das Schlüssel-
loch, aber der Schmied war klüger als der Teufel. Er hielt drinnen seinen
Kohlensack vor das Schlüsselloch. Als der Teufel hineingehuscht war,
band der Schmied den Sack schnell zu. Er warf den Sack auf den Am-
boss und rief seine Gesellen. Sie schlugen mit dem Schmiedehammer
so stark auf den Sack, dass der Teufel laut jammerte: „Hört auf, hört
auf!“ Aber die Gesellen hämmerten weiter, bis ihre Arme müde waren.
Nun ließ der Schmied den Teufel frei. Der Teufel musste aber wieder
durch das Schlüsselloch hinaus. Er war sehr froh, als er wieder draußen
war. Niemals wieder hat er dem Schmied einen Besuch gemacht.

Schlüsselwörter: Germany Weimar Republic Jüterbog town Stadt Brandenburg Notgeld collector series Pfennig paper city view wall tower gate

1921 AD., Germany, Weimar Republic, Jüterbog (town), Notgeld, collector series issue, 70 Pfennig, Grabowski/Mehl 663.1-4/6. Obverse

State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Jüterbog (Stadt)
Location of issue: Jüterbog (town) (Brandenburg / Brandenburg) Stadt
Date of issue: end of 1921, dated 1.10.1920 AD.,
Value: 70 Pfennig
Size: 101 x 64 mm
Material: paper
Watermark: Verschlungene Quadrate
Serial : -
Serial no. : -
Signatures: (2)
Printer:
Obv.: .… , der Schmied von Jüterbog und der Teufel im Sack.
Rev.: …. , Dammtortürme, Stadtmauer und Gesamtansicht von Jüterbog.
References: Grabowski/Mehl 663.1-4/6 .

Jüterbog ist eine Kleinstadt im Landkreis Teltow-Fläming im Bundesland Brandenburg. Der Name hat eine ganze Reihe von Deutungen erfahren. Die Diskussion darüber ist letztlich immer noch nicht abgeschlossen.
Der Name der brandenburgischen Stadt Jüterbog leitet sich sehr wahrscheinlich vom altslawischen Begriff Jutrobog ab, was sich aus den Wörtern jutro (Morgen) und bog (Gott) zusammensetzt und als „Morgengott“ übersetzt werden kann. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt im Jahr 1007 als Iutriboc. Historiker gehen davon aus, dass der Name auf eine altslawische Kultstätte zurückgeht, die einst zu Ehren eines Gottes der Morgendämmerung errichtet wurde.
Im Volksmund kursiert eine bekannte Sage, wonach die Ratsherren gelobt haben sollen, die Stadt nach demjenigen zu benennen, der am nächsten Morgen als Erstes die Stadtgrenze passiert. Dies war angeblich eine ältere Frau namens Jutte mit ihrem Ziegenbock, woraus sich der Name Juttabock bzw. Jüterbog entwickelt haben soll. Letzteres wird von der Forschung jedoch als Mythos abgetan.
Im Jahr 1007 erwähnte erstmals Thietmar von Merseburg, der Chronist des Erzbischofes Tagino von Magdeburg, die dörfliche Siedlung mit Burgwall als „Jutriboc“. Anderthalb Jahrhunderte nach Thietmars Chronik eroberte der Magdeburger Erzbischof Wichmann den Ort (1157) und wandelte ihn in einen deutschen Burgward um, der Zentrum einer stiftsmagdeburgischen Exklave zwischen der Mark Brandenburg (Askanier) und dem Herzogtum Sachsen-Wittenberg (Askanier) war. Die Exklave entwickelte sich schnell zu einem besonders geförderten Fernhandelszentrum. So erhielt der Ort 1174 das Stadtrecht, das zweitälteste des heutigen Landes Brandenburg. Nach dem Stadtbrand 1478 wurde der Wiederaufbau durch die Magdeburger Erzbischöfe gefördert. Jedoch forderte die Pest in den Jahren 1637 und 1639 sowie eine damit einhergehende Hungersnot erhebliche Opfer. Die Anzahl der Einwohner sank von 4.000 auf rund 300. Von 1517 an ist nachgewiesen, dass der Ablassprediger Johann Tetzel im Auftrag des Erzbischofs von Mainz an mehreren mitteldeutschen Orten auftrat, darunter in Jüterbog. Dies war ein Anlass, der zu Martin Luthers 95 Thesen führte und damit zur Reformation. Während des Dreißigjährigen Kriegs kam Jüterbog 1635 durch den Prager Frieden an Kursachsen. Am 21. November 1644 besiegten in der Schlacht bei Jüterbog die Schweden unter Lennart Torstensson die Kaiserlichen unter Matthias Gallas, die den Dänen zu Hilfe kommen wollten. Die kaiserliche Armee löste sich dabei faktisch auf. Nach Ende des Dreißigjährigen Kriegs 1648 lag Jüterbog wie viele andere Städte darnieder und hatte seine alte Bedeutung endgültig eingebüßt. Von 1820 bis 1874 hatte sich die Einwohnerzahl auf etwa 6800 verdoppelt.
Wappen: Blasonierung: „In von Silber und Rot geteiltem Schild ein springender schwarzer Bock mit goldenen Hörnern und Klauen.“
Wappenbegründung: Das Wappen von Jüterbog veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach. Ursprünglich war das Wappentier ein schreitender Bock mit weiteren Figuren im Wappen, bis ab dem 15. Jahrhundert der springende Bock geführt wurde. Er gelangte offenbar aus dem Bestreben in das Wappen, einen Teil des Stadtnamens als Symbol zu wählen, worum sich die Sage von Jutta und ihrem Bock rankt. Doch hat der Name Jüterbogs nichts mit einem Bock zu tun, vielmehr enthält er die slawischen Wörter bog „Gott“ und jutre „Morgenröte“.

Der Schmied zu Jüterbog
In Jüterbog lebte einmal ein tüchtiger Schmied. Eines Abends kam
ganz spät ein Mann zu ihm und bat um ein Nachtlager.
Der Schmied war zu allen Menschen freundlich und stets hilfsbereit. Er
nahm den Fremden gern auf und bewirtete ihn gut.
Am nächsten Morgen reiste der Gast weiter. Er dankte dem Schmied
herzlich und sagte zu ihm: „Du hast mir ein Nachtlager gegeben und
mich gut bewirtet. Zum Dank will ich dir drei Bitten erfüllen. Welche
Wünsche hast du?“
Der Schmied überlegte nicht lange und sagte dann seine drei Wün-
sche: „Erstens: Mein Stuhl am Ofen soll jeden unfreundlichen Gast so
lange festhalten, bis ich selbst ihn loslasse. Zweitens: Mein Apfelbaum
im Garten soll keinen herunterlassen, der hinaufklettert. Drittens: Aus
meinem Kohlensack soll keiner herauskommen, wenn ich ihn nicht be-
freie.“
„Diese drei Wünsche will ich dir gerne erfüllen“, sagte der fremde
Mann und ging fort.
Bald darauf kam der Tod und wollte den Schmied holen, aber der
Schmied wollte noch nicht sterben. Er sagte zu dem Tod: „Du bist müde
von der langen Reise. Setz dich noch ein wenig auf meinen Stuhl am
Ofen und erhole dich!“
Der Tod setzte sich hin, aber dann konnte er nicht mehr aufstehen.
Der Stuhl hielt ihn fest. Nun bat der Tod den Schmied: „Bitte, befreie
mich!“ „Gut“, sagte der Schmied. „Wenn ich noch zehn Jahre am Leben
bleiben darf, dann will ich dich freilassen.“ Der Tod war einverstanden.
Darauf befreite ihn der Schmied und der Tod ging davon.
Als zehn Jahre vorüber waren, kam der Tod wieder. Er wollte den
Schmied holen. Da sagte der Schmied zum Tod: „Steige doch bitte auf
den Apfelbaum und hole ein paar Äpfel für die lange Reise!“ Der Tod
kletterte auf den Baum und - saß wieder fest. Der Baum ließ ihn nicht
los. Nun rief der Schmied seine Gesellen. Diese schlugen den Tod mit
eisernen Stangen so sehr, dass er vor Schmerz laut schrie. Er bettelte:
„Lass mich bitte, bitte frei! Ich will auch niemals wieder zu dir kommen.“
Der Schmied freute sich, dass er nun ewig leben durfte. Er ließ den
Tod vom Baum herabkommen. Der Tod schlich langsam fort. Die
Schmiedegesellen hatten ihn so sehr verprügelt, dass er kaum gehen
konnte.
Da traf er unterwegs den Teufel. Der Teufel lachte über den Tod, weil
der Schmied ihn zweimal mit List getäuscht hatte. „Lass mich nur ma-
chen“, sagte er, „ich werde den Schmied holen.“
Nun ging der Teufel nach Jüterbog. Er bat den Schmied um ein Nacht-
lager. Der Schmied sagte: „Ich kann leider die Tür nicht mehr öffnen.
Wenn du aber durch das Schlüsselloch hereinkommen kannst, dann will
ich dir ein Nachtlager geben.“
Das war leicht für den Teufel. Sofort huschte er durch das Schlüssel-
loch, aber der Schmied war klüger als der Teufel. Er hielt drinnen seinen
Kohlensack vor das Schlüsselloch. Als der Teufel hineingehuscht war,
band der Schmied den Sack schnell zu. Er warf den Sack auf den Am-
boss und rief seine Gesellen. Sie schlugen mit dem Schmiedehammer
so stark auf den Sack, dass der Teufel laut jammerte: „Hört auf, hört
auf!“ Aber die Gesellen hämmerten weiter, bis ihre Arme müde waren.
Nun ließ der Schmied den Teufel frei. Der Teufel musste aber wieder
durch das Schlüsselloch hinaus. Er war sehr froh, als er wieder draußen
war. Niemals wieder hat er dem Schmied einen Besuch gemacht.

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Schlüsselwörter:Germany / Weimar / Republic / Jüterbog / town / Stadt / Brandenburg / Notgeld / collector / series / Pfennig / paper / city / view / wall / tower / gate
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