State: Germany, Weimar Republic
Issuer: Heisterbach (Direktor Hermanns)
Location of issue: Heisterbach (Direktor Hermanns) (Rhl / NW)
Date of issue: 1.11.1921 AD.,
Value: 50 Pfennig
Size: 94 x 62 mm
Material: paper
Watermark: -
Serial : 1603 (series: 1601-1615 with green print)
Serial no. : -
Signature: Direktor Hermanns (1)
Printer: B. Kühlen, Mönchengladbach ; designer: Franz Josef Krings
Obv.: 50 Pf -50 Pf / Der Torbau des Klosters aus dem 18. Jahrhundert / FRZ. JOS. KRINGS - 1603 / Dieser Schein gilt als Zahlungsmittel nur für Heisterbach. Der Betrag der nach Bekanntmachung nicht eingelösten Scheine dient zur Erhaltung d. kulturhist. Stätte Heisterbach. 1. 11. 21 (signature: Direktor Hermanns) / B. Kühlen, M.Gladbach , front view of the entrance. Green print on obverse.
Rev.: Geschichtliches: Der Grundstein … / Heisterbach im Siebengebirge / S Benedictus – S. Bernardus , historical dates of the Heisterbach monastery, statues of saints flanking.
References: Grabowski/Mehl 593.2-1/6 .
Das ehemalige Kloster Heisterbach liegt im Heisterbacher Tal zwischen Oberdollendorf und Heisterbacherrott (Stadtgebiet Königswinter). Das Kloster Heisterbach (lat. Abbatia Vallis Sancti Petri) war eine Zisterzienser-Abtei im Siebengebirge (Stadtgebiet Königswinter). Die Klosterruine Heisterbach liegt zwischen Oberdollendorf und Heisterbacherrott im Tal des Heisterbachs.
Zwischen Oberdollendorf und Heisterbacherrott liegt am Fuße des Weilbergs (247m) die Klosterlandschaft Heisterbach. Die Anlage blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1192 zogen die Zisterzienser ins Heisterbachtal. 1215 wurde von hier aus das Kloster Marienstatt in der Kroppacher Schweiz gegründet. Am 18. Oktober 1237 weihten die Zisterzienser die Abteikirche. Sie maß 88m in der Länge und 44m in der Breite und war somit größer als das Bonner Münster.
Bis 1327 werkelten die Zisterzienser weiter, dann war Kloster Heisterbach komplett fertiggestellt und bildete fortan den geistlichen Mittelpunkt im Siebengebirge, bis zur Auflösung des Kloster in Folge des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803. 1809 wurde Kloster Heisterbach zum Abbruch an einen französischen Unternehmer verkauft, der prompt die mächtige Kirche niederlegte. Nur die Chorruine und das barocke Torhaus mit einigen Wirtschaftsgebäuden aus dem 18. Jahrhundert konnten durch einen späteren Beschluss vor der Zerstörung bewahrt werden.
Graf zur Lippe-Biesterfeld erwarb 1820 das Gelände und ließ um die Gebäude einen englischen Landschaftsgarten anlegen. Ab 1919 nahmen die Augustinerinnen den Klosterbetrieb wieder auf, bis sie mangels „Personal“ 2008 die Schließung beantragten.
Seit 1984 kümmert sich eine Stiftung um Erhalt und Entwicklung der Klosterlandschaft Heisterbacher Tal. Die Tätigkeit der Stiftung zielt darauf ab, die unterschiedlichen historischen Zeitschichten von Kloster Heisterbach erlebbar zu machen. Die malerische Chorruine vor dem Waldhintergrund ist heute ein Inbegriff der Rheinromantik.
Der in Königswinter geborene Dichter Wolfgang Müller (1816–1873), der sich auf Grund der Namensgleichheit mit einem Maler „von Königswinter“ nannte, verband eine weitverbreitete Sage mit Heisterbach und schuf ein bekanntes Gedicht.
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